Spirituelle Suche - Die seelsorgerische Arbeit


Unsere Wurzeln sind in der evangelischen Kirche verankert und wir sind Teil des Diakonischen Werkes. Deshalb ist die seelsorgerische Begleitung ein wichtiger Grundpfeiler in unserem Konzept.

Individuelle Begleitung der GÀste und Zugehörigen

Das Team des Hospizes ĂŒbernimmt eine zentrale Rolle in der seelsorgerischen, spirituellen und existentiellen Begleitung der GĂ€ste und Zugehörigen. Das heißt Hilfe bei der Suche nach Antworten auf Lebens-, Sinn- und Glaubensfragen. Auch  Pfarrer oder Ansprechpartner aus der Gemeinde der GĂ€ste sind zur weiteren Begleitung herzlich willkommen.

Am 29. Juni 2014 war der EinfĂŒhrungsgottesdienst von Pfarrerin Gabriele Dietzel, die neben ihrer TĂ€tigkeit als Klinikseelsorgerin  im AGAPLESION Evangelisches Krankenhaus Mittelhessen nun auch fĂŒr das Haus Samaria zustĂ€ndig ist.

Raum der Stille 

Der „Raum der Stille“ wurde fĂŒr die Besinnung und das Gebet eingerichtet. Die Gestaltung ist offen fĂŒr unterschiedliche Weltanschauungen und Glaubensrichtungen. So wie das Hospiz fĂŒr alle da ist, die es brauchen. Darum heißt unser Hospiz auch „Haus Samaria“. Denn es erinnert an das Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“. Es ist eine biblische Geschichte, die erzĂ€hlt, wie die NĂ€chstenliebe kulturelle oder religiöse Unterschiedet ĂŒberwindet, wenn ein Mensch nach FĂŒrsorge und Begleitung ruft.

GegenstÀnde im Raum nutzen:
Bitte nutzen Sie diesen Raum so, wie Sie es brauchen. Das Mobiliar ist beweglich. Sie dĂŒrfen es natĂŒrlich umstellen. Wenn Sie möchten, schreiben Sie Ihre Gedanken in das GĂ€stebuch. Es liegt im oberen Fach des Rollschranks. In diesem Schrank finden Sie Dinge fĂŒr den religiösen Gebrauch: unter anderem die Bibel, den Koran und weitere Schriften, ein Kreuz, einen Leuchter, Gebetsketten, Gebetsteppiche und einen Kompass, falls Sie eine bestimmte Gebetsrichtung suchen (zum Beispiel Qibla). Wenn Sie wollen, können Sie etwas davon auf den Schrank stellen, um den Raum nach Ihrem Bedarf zu gestalten. Der Schrank selbst lĂ€sst sich auch als Lesepult verwenden.

Auf stĂ€ndig sichtbare Religions-Symbole haben wir bewusst verzichtet, um niemanden auszugrenzen. So nehmen Sie bitte RĂŒcksicht auf andere Besucherinnen und Besucher, die vor Ihnen hier waren oder nach Ihnen kommen werden. Wenn Sie den Raum wieder verlassen, stellen Sie bitte die benutzten GegenstĂ€nde und BĂŒcher wieder in ihr Fach im Schrank zurĂŒck.

KĂŒnstlerische Gestaltung:
Vielleicht möchten Sie einfach nur eine Weile den Raum auf sich wirken lassen, das Bildobjekt an der Wand anschauen oder den Blick aus dem zart gestalteten Fenster genießen. Die Kunst im Raum möchte Sie zum Betrachten und Nachdenken locken: Das Bildobjekt zeigt einen weiten Raum und Licht. Innenraum oder Außenraum – beides ist denkbar.
Bei lĂ€ngerer Betrachtung werden feine Farben sichtbar. Da ist eine Kante. Man kann sie auch als Horizont sehen. In dessen Mitte scheint das Licht heller wie Sonnenlicht ĂŒber dem Meer oder ĂŒber einer fernen Landschaft. Hier löst sich der Raum auf. Unendlichkeit lĂ€sst sich ahnen.

Ist nicht der Tod auch ein Übergang ins Licht?

Das gestaltete Fenster ergĂ€nzt das Bild. Die Tönung in grau und violett lĂ€sst die Farben der Außenwelt leuchtender erscheinen und macht das Licht sanft.
Der Blick darf in die Ferne gehen Hoffnung sieht ĂŒber den Horizont des irdischen Lebens hinaus.

Ihr Hospizteam

Kunst und Raumkonzept: Nicole Ahland (Wiesbaden)