Ihre Ansprechpartnerin
 Gabriele Dietzel
Gabriele Dietzel
Pfarrerin
AGAPLESION HAUS SAMARIA HOSPIZ
Paul-Zipp-Straße 181
35398 Gießen
(0641) 96 06 - 107 (AB)

Spirituelle Suche - Die seelsorgerische Arbeit

Unsere Wurzeln sind in der evangelischen Kirche verankert und wir sind Teil des Diakonischen Werkes. Deshalb ist die seelsorgerische Begleitung ein wichtiger Grundpfeiler in unserem Konzept.
 

Individuelle Begleitung der Gäste und Zugehörigen

Das Team des Hospizes übernimmt eine zentrale Rolle in der seelsorgerischen, spirituellen und existentiellen Begleitung der Gäste und Zugehörigen. Das heißt Hilfe bei der Suche nach Antworten auf Lebens-, Sinn- und Glaubensfragen. Auch Pfarrer oder Ansprechpartner aus der Gemeinde der Gäste sind zur weiteren Begleitung herzlich willkommen.

Am 29. Juni 2014 war der Einführungsgottesdienst von Pfarrerin Gabriele Dietzel, die neben ihrer Tätigkeit als Klinikseelsorgerin im AGAPLESION EVANGELISCHEN KRANKENHAUS MITTELHESSEN nun auch für das AGAPLESION HAUS SAMARIA HOSPIZ zuständig ist.

"Als Pfarrerin bin ich da, um Ihnen zuzuhören, bin für Gespräche da über all das, was Sie bewegt und beschäftigt, sei es Vergangenes, Gegenwärtiges oder Zukünftiges. Wir können auch einfach so beieinander sein oder spazieren gehen, wenn das möglich ist, können zusammen schweigen oder beten oder singen, segnen oder Abendmahl feiern.

Dieses Angebot richtet sich an Sie alle, gleich welchen Glauben oder welche Weltanschauung Sie zuneigen.

In aller Regel bin ich donnerstags im AGAPLESION HAUS SAMARIA HOSPIZ, kann aber auch an anderen Tagen vom benachbarten Krankenhaus aus herüber kommen. Gottesdienste finden an jedem Sonntag um 10 Uhr in der Kapelle im AGAPLESION EVANGELISCHEN KRANKENHAUS MITTELHESSEN statt."

Raum der Stille

Der „Raum der Stille“ wurde für die Besinnung und das Gebet eingerichtet. Die Gestaltung ist offen für unterschiedliche Weltanschauungen und Glaubensrichtungen. So wie das Hospiz für alle da ist, die es brauchen. Darum heißt unser Hospiz auch „Haus Samaria“. Denn es erinnert an das Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“. Es ist eine biblische Geschichte, die erzählt, wie die Nächstenliebe kulturelle oder religiöse Unterschiedet überwindet, wenn ein Mensch nach Fürsorge und Begleitung ruft.
 

Gegenstände im Raum nutzen:

Bitte nutzen Sie diesen Raum so, wie Sie es brauchen. Das Mobiliar ist beweglich. Sie dürfen es natürlich umstellen. Wenn Sie möchten, schreiben Sie Ihre Gedanken in das Gästebuch. Es liegt im oberen Fach des Rollschranks. In diesem Schrank finden Sie Dinge für den religiösen Gebrauch: unter anderem die Bibel, den Koran und weitere Schriften, ein Kreuz, einen Leuchter, Gebetsketten, Gebetsteppiche und einen Kompass, falls Sie eine bestimmte Gebetsrichtung suchen (zum Beispiel Qibla). Wenn Sie wollen, können Sie etwas davon auf den Schrank stellen, um den Raum nach Ihrem Bedarf zu gestalten. Der Schrank selbst lässt sich auch als Lesepult verwenden.

Auf ständig sichtbare Religions-Symbole haben wir bewusst verzichtet, um niemanden auszugrenzen. So nehmen Sie bitte Rücksicht auf andere Besucherinnen und Besucher, die vor Ihnen hier waren oder nach Ihnen kommen werden. Wenn Sie den Raum wieder verlassen, stellen Sie bitte die benutzten Gegenstände und Bücher wieder in ihr Fach im Schrank zurück.
 

Künstlerische Gestaltung:

Vielleicht möchten Sie einfach nur eine Weile den Raum auf sich wirken lassen, das Bildobjekt an der Wand anschauen oder den Blick aus dem zart gestalteten Fenster genießen. Die Kunst im Raum möchte Sie zum Betrachten und Nachdenken locken: Das Bildobjekt zeigt einen weiten Raum und Licht. Innenraum oder Außenraum – beides ist denkbar. Bei längerer Betrachtung werden feine Farben sichtbar. Da ist eine Kante. Man kann sie auch als Horizont sehen. In dessen Mitte scheint das Licht heller wie Sonnenlicht über dem Meer oder über einer fernen Landschaft. Hier löst sich der Raum auf. Unendlichkeit lässt sich ahnen.

Ist nicht der Tod auch ein Übergang ins Licht?

Das gestaltete Fenster ergänzt das Bild. Die Tönung in grau und violett lässt die Farben der Außenwelt leuchtender erscheinen und macht das Licht sanft.
Der Blick darf in die Ferne gehen. Hoffnung sieht über den Horizont des irdischen Lebens hinaus.

Kunst und Raumkonzept: Nicole Ahland (Wiesbaden)