22. Juni 2026
Eine Spende, die weit mehr ist als eine finanzielle Zuwendung – sie ist das Symbol einer tiefen, jahrelangen Verbundenheit zwischen dem über 90 Mitglieder starken Club und der Gießener Hospizeinrichtung. Und in diesem Jahr gab es gleich doppelt Grund zur Freude, denn der Club feiert sein 40-jähriges Bestehen.
Der Ursprung dieser Spende liegt in einem ganz besonderen Nachmittag in der Peter-und-Paul-Kirche, der in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Give respect & get respect“ stand. Dass Respekt und Lebensfreude Hand in Hand gehen, bewiesen die Musiker der Gruppe „GosPop“: Sie unterstützten den Gottesdienst komplett kostenlos und verwandelten die sonst eher stillen Kirchenbänke mit mitreißenden Rock- und Popklängen kurzerhand in eine Tanzfläche.
Es war ein Fest der Begegnung und der gelebten Inklusion. Mittendrin: 33 gehörlose Menschen, die aus ganz Deutschland angereist waren. Damit die Barrieren im Kopf und in der Kommunikation gar nicht erst entstanden, schufen die zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen Kathrin Enders und Norma Gühlcke eine Brücke zwischen den Welten. Sie übersetzten das gesamte Geschehen simultan in sichtbare Worte und Emotionen. Ermöglicht wurde dieser besondere Service durch eine großzügige Spende der Evangelischen Kirche Nieder-Ohmen, die die Kosten für die Dolmetscherinnen übernahm.
Die Gottesdienstkollekte, die traditionsgemäß in einem Motorradhelm gesammelt worden ist, brachte stolze 1.150,00 € ein.
Nun fand die feierliche Spendenübergabe im Haus Samaria statt, wo Einrichtungsleiterin Gitta Baumgartl-Weber die Biker herzlich willkommen hieß. „Diese treue Unterstützung über Jahre hinweg berührt uns sehr“, betont Baumgartl-Weber. „Der Motorradclub Nieder-Ohmen zeigt, dass die Biker-Community ein riesiges Herz hat.“ Da Hospize einen Teil ihrer Kosten gesetzlich vorgeschrieben über Spenden finanzieren müssen, sind Gesten wie diese das Fundament der täglichen Arbeit.