11. September 2026
Wer Jürgen Crombach begegnet, spürt sofort diese besondere Energie. Es ist dieses sanfte, ansteckende Lächeln und der wache Blick für die Schönheiten der Welt, die den über 80-jährigen Biebertaler auszeichnen. Wenn er von seinen Bildern erzählt, leuchten seine Augen: Ob mit farbintensiver Acrylfarbe, zarter Kreide oder Aquarellfarben – das Malen ist für ihn nicht nur Leidenschaft, sondern echte Herzenssache. Seine größte Belohnung ist es, wenn seine Kunstwerke anderen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Wie tief seine Liebe zum Detail und seine Empathie miteinander verwoben sind, bewies der mehrfach preisgekrönte Künstler nun einmal mehr. Anlässlich der 5. offenen Ateliers öffnete er am letzten Augustwochenende die Türen seines „Malerstübchens“. Er war einer von 27 Kunstschaffenden der Region, die Einblicke in ihre Werkstätten gaben. Doch Jürgen Crombach ging es um weit mehr als um Pinsel und Leinwand: Er verband das Wochenende mit einem Herzensprojekt und nutzte die Veranstaltung zu einer Spendenaktion für den guten Zweck.
Rund 80 Besucherinnen und Besucher strömten in sein gemütliches Malerstübchen, staunten, verweilten und kauften. Dass der Erlös aus dem Bilderverkauf je zur Hälfte an das Haus Samaria Hospiz und die Sozialstation Biebertal gehen sollte, sprach sich schnell herum – und rührte die Gäste so sehr an, dass viele wie erhofft, den Grundpreis von nur 35,00 Euro nach Wunsch aufrundeten. Stolze 2.000 Euro kamen so zusammen.
Schon zu seinem 80. Geburtstag hatte Jürgen Crombach das Haus Samaria bedacht. Nun schaute er erneut persönlich im Hospiz vorbei, um seine Unterstützung zu überbringen – voller Schwung, Herzlichkeit und mit wunderbaren Geschichten im Gepäck. Bei der Spendenübergabe war ihm eines wichtig: „Ich möchte mich von ganzem Herzen bei allen bedanken, die bei mir vorbeigeschaut haben und durch ihren Kauf oder einfach einer Spende diese Summe erst möglich gemacht haben. Ohne sie wäre das nicht gelungen“, betonte der Künstler.
„Herr Crombach schaut mit so viel Liebe auf die Welt und teilt dieses Licht durch seine Kunst mit anderen. Seine Spende berührt uns zutiefst, denn sie gibt unseren Gästen Geborgenheit und Zeit. Menschlichkeit wie die seine ist ein echtes Geschenk – genau wie die Großzügigkeit aller Menschen, die seine Bilder erworben haben“, so Gitta Baumgartl-Weber, Einrichtungsleiterin des Haus Samaria Hospiz.
Die 1.000 Euro für das Haus Samaria werden direkt in die Betreuung und die Erfüllung kleiner Wünsche der Hospizgäste fließen – ganz im Sinne eines Mannes, der weiß, wie wertvoll die leuchtenden Momente des Lebens sind.