04. März 2026
Gießen, März 2026 – Es gibt Spendenübergaben, die formell ablaufen, freundlich, korrekt und herzlich. Und dann gibt es Begegnungen, die mehr sind als ein Termin. Begegnungen, die nachklingen, weil sie eine Geschichte tragen. Eine dieser Geschichten gehört der Familie Leinweber aus Lollar – und ihrer Mutter, Schwiegermutter und Oma, die ihren letzten Weg im AGAPLESION HAUS SAMARIA HOSPIZ gegangen ist.
Doch eigentlich begann dieser Weg schon früher: in dem Moment, als sie – konfrontiert mit einer schweren Diagnose – selbst die Entscheidung traf. Nicht zögerlich, sondern mit der Klarheit eines Menschen, der sein Leben lang gewohnt war, selbstbestimmte Wege zu gehen. „Ich möchte ins Hospiz“, erklärte sie ihren Angehörigen. Und ebenso entschieden ergänzte sie später oft: „Hier im Hospiz habe ich den Himmel auf Erden.“
Für ihre Familie war dieser Schritt zu Beginn alles andere als leicht. Jemanden, der das Leben geprägt hat, aus dem vertrauten Zuhause ziehen zu lassen, bedeutet Abschied auf mehreren Ebenen. Doch im Haus Samaria erlebten sie etwas, das Worte nur schwer fassen können: Im Hospiz fühlten sie sich aufgefangen, entlastet und gleichzeitig eng eingebunden. Die Last des „Kümmerns-Müssens“ wich der Möglichkeit, einfach Familie zu sein. In Ruhe, mit Zeit, mit Nähe.
Eine Spende, die aus vielen Händen entstand
Die nun übergebene Spende in Höhe von 1.000 Euro ist ein Ausdruck gelebter Dankbarkeit – zusammengesetzt aus Kondolenzgeldern, dem Erlös des Blumenschmucks und einem kleinen, selbstorganisierten Hausflohmarkt. Die Familie selbst stockte den Betrag auf 1.000 Euro auf. Viele Menschen haben beigetragen, jede Münze mit einer Geschichte verbunden, jeder Euro ein stilles Zeichen des Mitgefühls.
Einrichtungsleiterin Gitta Baumgartl-Weber bedankt sich sehr herzlich bei Familie Leinweber – für ihre großzügige Spende, für ihr Vertrauen und für die Offenheit, mit der sie die gemeinsame Zeit geteilt haben.