17. März 2026
Gießen, März 2026 – Manchmal ist Glück ein Wünschemobil, das vor der Tür parkt. Manchmal ist Glück das ferne Brüllen eines Löwen. Und manchmal ist Glück einfach das Gefühl, nicht ein „Gast“ oder ein „Patient“ zu sein, sondern ein Entdecker im Frankfurter Zoo – umringt von den Menschen, die man am meisten liebt.
Während draußen der Alltag vorbeizog, begann für den Gast Herrn P. eine Expedition, die weit über die Stadtgrenzen hinausführte. Es war die Reise zu seinem letzten großen Herzenswunsch.
Als Julia Roth, die Vorsitzende von „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche e.V.“, mit ihrem ehrenamtlichen Team und dem Wünschemobil vorfuhr, war die Mission klar: Wir steigen heute nicht nur in ein Fahrzeug. Wir wollen Herrn P. einen Tag ermöglichen, an dem die Krankheit in den Hintergrund rückt. In Frankfurt angekommen, zählte keine Diagnose. Es zählte nur der Moment, in dem Herr P. gemeinsam mit seiner Familie vor den Gehegen stand. Das Licht, das durch die Baumkronen des Zoos fiel, das Staunen über die majestätischen Tiere, die Gemeinschaft innerhalb der Familie – es war ein Tag, an dem die Krankheit Hausverbot hatte.
Bereichert wurde der Zoobesuch mit einem Überraschungsbesuch eines eng befreundeten Paars der Familie. Das Leben steckt eben manchmal voller Überraschungen.
Es ist die besondere Magie dieses Vereins aus Alsfeld, die solche Momente erst möglich macht. Mit Professionalität, Ruhe und einer unglaublichen Empathie verwandelte das Team von Frau Roth die logistischen Herausforderungen in eine Leichtigkeit, die Herrn P. und seine Familie einfach nur sein ließ.
Dieser Ausflug war kein Abschied. Es war ein kraftvolles „Ja“ zum Leben, ermöglicht durch Menschen, die daran glauben, dass kein Weg zu weit und kein Wunsch zu groß ist. Für Herrn P. war es mehr als nur ein Ausflug; es war ein Eintauchen in das pure Leben. Die professionelle Begleitung durch das Team von „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“ sorgte dafür, dass die Reise so unbeschwert wie möglich verlief.
Ein Netzwerk der Menschlichkeit
Die Kooperation zwischen dem AGAPLESION HAUS SAMARIA HOSPIZ und dem Verein Alsfeld erfüllt Herzenswünsche zeigt, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement in der Hospizarbeit ist. Julia Roth und ihr Team machen Wünsche auch dann möglich, wenn Mobilität an Grenzen stößt.
Dieser Ausflug war mehr als nur eine Fahrt in den Zoo. Er war ein Stück Normalität, ein Geschenk der Zeit und ein Beweis dafür, dass Wünsche kein Verfallsdatum haben.
Engagement, das Herzen berührt
Der Verein „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“ besteht aus Menschen, die ihre Zeit verschenken, um anderen Zeit zu schenken. Das Wünschemobil wird ausschließlich durch Spenden finanziert; alle Mitarbeitenden engagieren sich ehrenamtlich. Für die Gäste und ihre Angehörigen entstehen keinerlei Kosten.
Für das Haus Samaria Hospiz war es bereits das dritte Mal, dass ein Gast durch das Wünschemobil einen letzten Wunsch verwirklichen durfte. Jeder dieser Wünsche hinterlässt Spuren – bei den Familien, bei den Gästen und ebenso bei uns als Team.
„Einem Menschen einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen, ist ein Geschenk an seine Seele. Und ein Geschenk an diejenigen, die bleiben. Wir sind zutiefst dankbar für die Hingabe, Wärme und Menschlichkeit, mit der das Wünschemobil diese Momente möglich macht“, betont Gitta Baumgartl-Weber, Einrichtungsleiterin Haus Samaria.